Ein Trekkingrad oder Tourenrad ist nach meiner Erfahrung die beste Entscheidung für eine lange Fahrradtour. Ich fuhr z.B. häufig nach Südfrankreich und England und legte so 3000 km und mehr pro Tour zurück. Mit einem Trekkingrad sitzt man aufrechter, als auf einem Mountainbike, was zu einer gesünderen Rücken- und Nackenhaltung führt. Außerdem sehe ich mit einem Tourenrad viel mehr von der Umgebung.
Ich habe mich für das Trekkingrad "Raleigh Nightflight" entschieden, weil ich ein möglichst unkompliziertes, wartungsfreies Fahrrad suchte. Es hat nämlich keine Federgabel und keine Kettenschaltung, sondern eine 8-Gang "Shimano Nexus Premium Nabenschaltung" mit Freilauf. Eine Nabenschaltung hat den Vorteil, dass die Schaltung innen liegt, Regen und Schmutz also keinen Einfluss haben. Man kann bei der "Nexus Premium" mit einer Laufleistung von ca. 20.000 Kilometern rechnen.
Eine Federgabel ist schwer und hat bewegliche Teile. Wo sich etwas bewegt, kann auch etwas kaputt gehen. Deshalb wollte ich eine starre Gabel. Der Rahmen des "Raleigh Nightflight" ist pulverbeschichtet und damit auch gegen Steinschlag gerüstet. Die Verarbeitung des Aluminium-Rahmens ist sehr ordentlich und gut. Der äußerst leichtgängige Nabendynamo von Shimano schaltet das Licht sogar automatisch bei Dämmerung an, wenn man diese Einstellung am Scheinwerfer wählt. Man kann auch das Licht dauerhaft an oder aus schalten. Das Rücklicht leuchtet auch, wenn man an der Ampel anhält (Standlicht). Das "Raleigh Nightflight" fährt sich sportlich aber auch bequem, die Sitzposition ist sehr komfortabel. Das Trekkingbike kostet ca. 700,- Euro

Das Raleigh Nightflight mit Ortlieb Gepäcktasche
Die 8-Gang Schaltung mit Freilauf arbeitet zuverlässig und präzise. Ausbau bei Reifenwechsel mit Videoanleitung. Das tolle bei der Nabenschaltung ist, dass man auch im Stand schalten kann. Diesen Vorteil bekommt man zu spüren, wenn man abrupt bremsen muss und dann keine Zeit hat, einen oder mehrere Gänge runter zu schalten. Mit der Kettenschaltung muss man erst schwer anfahren und dann vorsichtig runterschalten, mit der Nabenschaltung kann man in jeder Situation schalten, außer unter Voll-Last (z.B. bergauf). Aber nur ein kurzer Moment der Entlastung und die Schaltung tut zuverlässig ihre Arbeit. Man erkennt übrigens die "Premium" an dem roten Ring. Sie hat gegenüber der normalen "Nexus" Nadellager, wodurch sie höher belastet werden kann.

Nexus Premium 8-Gang Nabenschaltung mit Nadellager
Wer schon einmal im Regen mit einem normalen Dynamo gefahren ist kennt das pfeiffende Geräusch, dass der durchrutschende Dynamo macht. Nur hell wird es dabei leider nicht. Mit einem Nabendynamo gehört dieser Effekt der Vergangenheit an und außerdem spürt man keinen Unterschied zum Fahren ohne Licht, es fährt sich genauso leicht. Beim "Raleigh Nightflight" schaltet der Scheinwerfer auf Wunsch das Licht automatisch an, denn ein lichtempfindlicher Sensor erkennt, wie hell es draußen ist.

Der leichtgängige Nabendynamo arbeitet zuverlässig auch bei Regen