Man unterscheidet verschiedene Zelt-Typen nach ihrer Bauweise. Verbreitet sind vor allem Tunnelzelte und Kuppelzelte. Firstzelte findet man fast nur noch als Tarp-Form (Ultraleichtzelte). Kuppelzelte verwende ich nicht mehr, da sie sehr viel Aufstellfläche brauchen und das schlechteste Raumangebot bieten. Sie haben jedoch den Vorteil, dass sie selbststehend sind, wodurch man sie nach dem Aufbau versetzen kann.
Tunnelzelte sehen tatsächlich aus wie ein Tunnel. Sie haben meist 2 Gestängebögen und lassen sich sehr schnell aufbauen, obwohl sie nicht selbststehend sind wie Kuppelzelte. Die skandinavische Bauweise verbindet Innen- mit Außenzelt, so dass beide gemeinsam in einem Arbeitsschritt aufgebaut werden. Gute Tunnelzelte sind sehr windsicher und werden auch auf Expeditionen aufgrund ihres guten Raumangebotes gerne benutzt.

Tunnelzelt "Vaude Power Ferret", mein Lieblingszelt! Lässt sich extrem schnell aufbauen, da Innen- und Außenzelt verbunden sind. Das Zelt ist sehr windstabil und verträgt auch Stürme bis Windstärke 12 (120 km/h) ohne übermäßig einzubeulen. Durch die zahlreichen Belüftungsmöglichkeiten bildet sich kein Kondenswasser im Innenzelt. Man kann sogar in der belüfteten Apsis bei Regen kochen! Leider wiegt es 3,5 kg, weshalb es zum Wandern mit Rucksack zu schwer ist. Für eine Radtour/Motorradtour ist es jedoch bestens geeignet.

Das "Lightent 2" ist ein Leichtgewicht-Tunnelzelt und wiegt unter 2 kg. Hier werden jedoch Innen- und Außenzelt getrennt aufgebaut. Wegen des sehr kleinen Packmaßes (33 x 13 cm) und des geringen Gewichts ist es auch für Rucksackwanderer gut geeignet.

Das "Tarp Tent" von Jack Wolfskin ist ein Firstzelt mit nur einer Mittelstange. Trotzdem steht es auch bei starkem Wind sicher und bietet besonders viel Innenraum bei guter Belüftung. Vorteil: selbst mit gebrochener Zeltstange kann man einen Ast verwenden oder einen Wanderstock, um das Zelt aufzubauen. Eines meiner Lieblingszelte! Gewicht nur 2300 Gramm (2 kg ohne Zeltstange). Als Wetterschutz (Höhe 140 cm) kann man auch nur das Außenzelt aufbauen, was in 2 Minuten erledigt ist.

Hier verwende ich einen Wanderstock zum Aufstellen des Zeltes. Ein Ast ginge auch.

Nicht empfehlen kann ich schwere Billigzelte mit Zeltgarage wie das "Biker 2". Der Aufbau gestaltet sich mühsam (30 Min.), sowohl Zeltmaterial als auch Gestänge sind höchstens mittelmäßig und die Windstabilität ist sehr begrenzt.